Wie kam ich vom Bodybuilding zur vegetarischen Ernährung?

von Eva Graf

So, da bin ich wieder und schreibe an einen neuen Blogbeitrag für euch.

Mein heutiges Thema ist die Ernährung und ich möchte gleich mal mit mir beginnen. Hier bei illvis Blog geht es nicht nur um Produkte und Nachhaltigkeit sondern ich möchte auch meine Erfahrungen mit euch teilen. Ich beginne in meiner Jugend, damals bin ich auf vielen Partys gewesen bis spät in die Nacht und habe auch sehr viel Alkohol getrunken und geraucht. Ich denke fast jeder, hat diese Phase durchlebt und ich habe schon ordentlich auf den Putz gehauen ;). Es war eine lustige Zeit, die ich aber keinesfalls bereue. Aufgrund meines wöchentlichen Alkoholkonsums habe ich mich auch nicht wirklich sportlich betätigt und meine Ernährung war auch alles andere als Gesund. Dazu muss ich noch erläutern, dass ich ein sehr sportliches Kind war und ich in der Schule jegliche Art von Sport Wettbewerben mitgemacht habe. Dies hat sich dann mit ca. 16 Jahren, schlagartig geändert.

Zu Hause bei meiner Mama gab es natürlich immer frisches Essen, aber sobald ich unterwegs war gab es des Öfteren Fast Food. Das hatte die Folge, dass ich, wie soll es auch anders sein, zugenommen habe. Ich war pummelig und voll mit Wasser, hatte unreine Haut und war natürlich alles andere als zufrieden mit mir. Ich wusste klarerweise, woher es kam und musste etwas ändern. Daraufhin habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet, ging laufen und machte Zuhause verschiedene Übungen. Ausgekannt hab ich mich natürlich nicht & einiges von anderen Mitgliedern im Studio abgeschaut. Des Öfteren ging ich auch mit meiner Schwester trainieren und Freunden, zu zweit ging es Anfangs immer viel leichter. Nach einiger Zeit hat mir das Training wirklich großen Spaß gemacht und ich habe auch Erfolge erzielt. Das wichtigste, was ich noch umstellen musste, war meine Ernährung und das fiel mir zuerst richtig schwer. Ich wusste ja nicht mal was ich essen sollte und hab einfach durchprobiert. Habe verschieden Diäten versucht aber diese hatten meist nur einen kurzen Effekt, habe dann angefangen meine ganzen Lebensmittel zu tracken. Also habe ich alles abgewogen und ausführlich in eine App übertragen. (Dies habe ich gesamt 3–4 Jahre getan.) Die Zeit verging und ich hatte sportliche Erfolge, dann kam mir die Idee mich weiterbilden zu wollen. Ich habe mich dazu entschieden eine Fitnesstrainerausbildung zu machen, diese habe ich auch dann nach einigen Monaten erfolgreich abgeschlossen.

Die Vorbereitungen starteten

Nun kam eins zum anderen, ich habe in einem Fitnessstudio angefangen zu arbeiten und lernte immer mehr in dem Bereich Gesundheit und Ernährung. Das Trainer-Dasein machte mir unglaublich viel Spaß und ich trainierte immer mehr und mehr. Nach ca. 2–3 Jahren im aktiven Training, dachte ich mir warum ich soviel und hart trainierte, für was ich das überhaupt machte? Ich wollte ein Ziel und ich peilte einen Bodybuilding Wettkampf an. Ich suchte mir einen Trainer und versuchte das Beste zu geben und immer mehr auf meine Ernährung zu achten. Leider wurde aus dem Ersten mal nichts, da ich mich einfach nicht konsequent an die Ernährung gehalten habe und daher musste ich noch ein Jahr warten bis es dann endlich richtig losging. Ich wechselte meinen Trainer und bekam einen strikten Ernährungs- und Trainingsplan. Wow, wie ich das erste Mal mit meinem Trainer im Fitnessstudio trainiert habe, war ich komplett fertig und wusste nicht wie ich das jemals schaffen soll. Meine Ernährung bestand aus: Gemüse (grünes Gemüse), Fleisch – hauptsächlich Hühnerfleisch, Reis, Kartoffeln, Haferflocken, Magertopfen und Eiern. Das waren meine Hauptnahrungsmittel… Also alles andere als Nährwert und ausgewogen.

Ich musste mir mein Essen vorbereiten und kochte sonntags meist gleich mal für die darauffolgenden Tage vor. Die Mahlzeiten waren schnell gekocht, da sie ja 99 % aus denselben Dingen bestanden. Ich verbrachte pro Tag für Essen und mein Training ca. 3–4 Stunden. Mein Tag startete mit viel Wasser trinken und irgendwelchen Pulvern und mein Frühstück bestand meist aus Eiklar, Eiern, Beeren und Nüssen. Ich denke darauf zurück und mir wird es jetzt wieder schlecht. Zuerst musste ich mal an Gewicht und Muskeln zulegen, das heißt ich habe alle zwei Stunden gegessen und mit viel Gewichten trainiert. Ich habe nebenbei auch noch 40 Stunden gearbeitet und bin meist vor der Arbeit ins Training gegangen. Mein Leben bestand nur noch aus trainieren, arbeiten, posing üben, essen und schlafen. Meine Mama hat mich so unterstützt und für mich schon öfters vorgekocht, wenn ich erst gegen 22 Uhr vom Training nachhause kam. Ich muss sagen das meine Regeneration, teilweise bestimmt zu kurz gekommen ist und das wirkte sich auch psychisch auf mich aus. Nachdem ich 8 kg an Muskeln und Fett zugenommen habe, begann die Diät. Diese war für 5 Monate geplant und war alles andere als leicht für mich.

Diätstart

In dieser Zeit war ich schon mit meinem jetzigen Freund zusammen, der allerdings schon in Tirol wohnte und ich noch in der Steiermark, das hieß ich hatte viel Zeit für mich und mein Training. Das war einerseits sehr gut aber teilweise auch wirklich unerträglich, da wir uns nicht so oft gesehen hatte und ich durch die Vorbereitung nicht nach Tirol konnte. Er hat mich immer unterstützt und mir gut zugesprochen, das hat mir immer viel Kraft gegeben. Wenn wir uns sahen und mit Freunden etwas unternahmen, konnte ich nichts essen und ich hatte meist meine eigene Essensbox mit. Ich lebte aus Tupperdosen und rannte mit meiner Kühltasche durch die Gegend ;´)

Nach kürzester Zeit begann man eine Veränderung an meinen Körper zu sehen und das harte Training hatte sich ausgezahlt. Klarerweise kam dann nach einiger Zeit ein Stillstand und ich wusste nicht, ob ich es bis zum geplanten Zeitpunkt schaffen würde, meine Bestform zu erreichen. Ich machte mir selbst so unendlich viel Druck und fühlte mich absolut nicht wohl. Jede Woche musste ich Bilder an meinen Coach schicken und dieser hat daraufhin das Training und die Ernährung dementsprechend angepasst. Ich wollte von vornherein keine Hilfsmittel einnehmen damit ich schneller und mehr abnehme, ich habe mir immer geschworen, wenn ich es nicht ohne schaffe, dann gar nicht. Ich bekam in meiner Arbeit Zuspruch von meinen Kollegen und Freunden und das puschte mich umso mehr. Teilweise waren auch negative Kommentare dabei, vor allem auf Social Media, da ich ab und an etwas dazu gepostet habe. Mir war nie wohl, wenn ich mich im Spiegel betrachtete und ich sah einfach keine Veränderungen mehr. Doch mein Freund und Familie waren da anderer Meinung. Ich nahm immer mehr und mehr ab und verlor natürlich auch an Muskelmasse. Meine Ernährung war nun so eingeschränkt das ich absolut ohne Zucker und Zuckerzusätze auskommen musste, hieß ich durfte keine Zero Getränke, Kaugummi, Obst oder sonstiges mehr zu mir nehmen. Ich musste dementsprechend Supplements wie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, weil mir einfach alles gefehlt hat. Mein Training wurde von Tag zu Tag anstrengender und ohne viel Nährwertes im Magen, kann so ein Trainingstag zu Qual werden. Zwischenzeitlich habe ich mich oft gefragt, warum ich das mache… Jeder Tag war derselbe, Fleisch, Reis und Gemüse kam auf den Teller und Abends oder Vormittags trainierte ich. Ich hatte absolut null soziale Kontakte mehr, es war dafür einfach keine Zeit und gewollt hätte ich auch nicht. Ich hatte seit Monaten schon Schlafmangel, da ich einfach nie einschlafen konnte und mich so unter Druck gesetzt hab. Dies wirkte sich auf mein Training und meinen Alltag massiv aus. Doch ich hab immer versucht, so gut es ging, stark zu bleiben.

Der Endspurt

Nun, waren fünf Monate hartes Training und Ernährung vorbei und meine letzte Woche vor dem Wettkampf begann. Das hieß für mich: Eine Woche lang sehr viel trinken und meinen Salzgehalt erhöhen. Ich musste jeden Tag meine Mahlzeiten salzen, zusätzlich noch, obwohl mein Essen ja schon gesalzen war. Sprich, mein Essen wurde von Tag zu Tag ekelhafter und nicht mehr genießbar. Es war so unfassbar grauenhaft, mir stand das Hühnchen aus den Ohren raus und dann auch noch versalzenes Fleisch. Vier Tage vor dem Wettkampf begann das große trinken, hieß für mich am ersten Tag musste ich 7 Liter trinken, am zweiten Tag waren es 8 Liter und am dritten Tag waren es 9 Liter. Am letzten Tag saß ich im Zug Richtung Innsbruck und musste alle 15 Minuten das Klo aufsuchen. Jetzt muss man sich mal vorstellen was dies für eine Belastung für meinen Körper war und von meiner armen Niere möchte ich erst gar nicht sprechen.

Ich wurde immer gereizter und unerträglich, ich war unzufrieden, genervt, ausgelaugt und hungrig. Es war keine tolle Zugfahrt und als ich endlich in Innsbruck ankam, holte mich mein Freund ab und es ging mit dem Auto nach Bregenz. In dieser Autofahrt hatte ich noch eine ganze 2 Liter Flasche vor mir und ich konnte schon kein Wasser mehr sehen, weil von Durst kann man schon lange nicht mehr sprechen. Als wir ins Bregenz ankamen, waren wir etwas in der Stadt unterwegs und Abends ging es für mich früh ins Bett. Davor musste ich aber noch das restliche Salz zu mir nehmen, ich habe es dann einfach getrunken, weil ich anders nicht mehr konnte. Natürlich habe ich auch mein Essen, Zuhause für die nächsten 2 Tag vorgekocht, es bestand aus Hühnchen (ganz was neues) und Spargel. Igitt, mir kommt es schon wieder hoch, wenn ich an diesen mit Wasser vollgesaugten Spargel denke. Zusätzlich war das ganze Essen kalt, da ich keine Mikrowelle in dem Hotelzimmer hatte. Ich musste mich nach jedem bissen fast übergeben und es war einfach nur abartig. Am letzten Tag vor dem Wettkampf kam dann auch mein Coach an und wir haben alles weiter besprochen, Abends durfte ich Reiswaffeln mit Hühnchen essen und das war wie eine Pizza für mich in diesen Moment, die Reiswaffeln waren himmlisch. Nach Monaten nur dasselbe war das der Höhepunkt nach so langer Zeit. Dann war es an der Zeit mich mit Farbe zu bemalen… Halleluja das war was. Die Erste Schicht hatte nicht gehalten und ich musste gesamt denke ich fünf Stunden stehen, davor waren wir noch im letzten Training und das war schon so anstrengend, da ich nichts im Körper hatte und ach ja ich durfte eine Flasche Wasser ca. 750ml den GANZEN TAG trinken. Davor war ich ja bei neun Litern, jetzt kann man sich vorstellen was dies bedeutete für mich und meinen Körper. Psychisch und physisch alles war sozusagen im Arsch. Nachdem die Farbspachtlerei endlich vorbei war, ging ich früh ins Bett um für den morgigen Tag fit zu sein.

Der große Tag

Nun war es so weit, mein erster Bodybuilding Wettkampf in der Bikiniklasse hat gestartet. Mein Frühstück war ein kleiner Espresso, das war’s, mein Freund hat neben mir voll reingehauen und ich bin dagesessen mit nichts. Doch es machte mir in nicht aus, denn anderen beim Essen zuzusehen, kannte ich ja schon. Das Schlimmste an der Sache für mich war, zu wissen, dass ich den ganzen Tag maximal ein Glas Wasser trinken durfte. Aber durch die ganze Aufregung war dies eigentlich nebensächlich, ich machte mich „schick“ und schmiss mich in meinen 300 € teuren Bikini und losging es. Ja, dieser tolle Glitzer Bikini, kostet soviel aber was tut man nicht alles. Ich würde niemals wieder soviel Geld für etwas ausgeben was ich einmal trage, aber gut dies ist ein anderes Thema. Im Bregenzer Festspielhaus angekommen, waren dort schon einige Athleten unterwegs und nach der Anmeldung war ich richtig startklar. Da es für mich so surreal war und ich auch nicht wusste was so richtig auf mich zukam. Mein Freund hat mich immer mit seiner vollen Energie unterstützt, in jeder Situation und ohne ihn hätte ich dieses Wochenende und herausfordernde Zeit nicht überstanden. Hungrig, durstig und müde mussten wir sehr lange warten bis ich auf die Bühne durfte und bevor es so weit war bekam ich ein süßes Gebäck, ich denke es war etwas mit Topfenfüllung und Himbeeren so genau weiß ich das nicht mehr. In diesen Moment war es richtig gut aber danach ging es mir sehr schlecht, mein Körper konnte mit diesem Zucker nicht umgehen und so schnell es drin war, war’s auch wieder aus mir draußen.

Ab auf die Bühne

Monatelang habe ich mir vorgestellt wie es sein wird, wenn ich auf dieser Bühne stehe und mich präsentiere. Ich hab mir diese unbequemen hohen Schuhe angezogen (by the way: Ich trage nie hohe Schuhe) und abging es auf die Bühne. Neben acht tollen Mädels stand ich nun dort, ausgelaugt, voller Adrenalin, muskelezitternd und (falsch) lächelnd und machte die Posen durch, die ich natürlich fleißig geübt hatte. Letztendlich erzielte ich in der Neulings-Meisterschaft den vierten Platz und war vollkommen zufrieden mit mir. Als ich von der Bühne kam, knallte mir ein riiiiiiesengroßer Stein vom Herzen, die ganze Anspannung war weg, monatelange Vorbereitungen waren vorbei, für diesen kurzen Augenblick. Nach diesem Bühnenauftritt, wurde mir eigentlich erst klar wie Absurd das Ganze war, du stehst dort als junge Frau im Bikini, vor fünf Jurymitglieder und lässt dich auf dein äußeres und deiner sportlichen Leistung bewerten. Sportlich würde ich das gar nicht nennen, da ich alles andere als fit in diesen Moment war. Am zweiten Tag, dasselbe Spiel von vorne, nun standen die internationalen Wettkämpfe an und da wusste ich, dass ich so oder so keine Chance hatte, machte aber natürlich mit.

Ich bin auch nach der ersten Runde ausgeschieden und ich war heil froh darüber, hab mir extra einen Kuchen gebacken mit, Schokolade und ungesundem Zeug drin und auf diesen freute ich mich schon. Nun, durfte ich wieder alles essen, von einem ins andere extreme. Ich freute mich so lange auf einem Proteinriegel, diesen ich davor so gerne gegessen hatte. Aber ich habe keinen Bissen davon runtergebracht und wenn musste ich sofort wieder auf die Toilette, da mein Körper einfach nichts in sich behalten konnte.

Abends gingen wir dann mit einer Freundin und meinen Freund essen, es war so toll, dass sie mich besucht und mich unterstützt hatte und für das bin ich ihr auch heute noch sehr dankbar. Ich bekam von allen Seiten Lob und Respekt zugesprochen und ich war auch richtig Stolz auf mich, dies geschafft zu haben. Mir ging es nie ums gewinnen, in diesen Moment ging es immer nur um mich, ich wollte mir selbst etwas beweisen und einfach wissen, ob ich diese Disziplin hab, es durchzuziehen. Diese hatte ich und bin immer noch stolz auf mich und wenn ich mir die Bilder/Videos ansehe denke ich gerne auf diese Zeit zurück auch, wenn es unfassbar hart war.

Mein Weg danach

Ich dachte niemals das ich danach solche Probleme haben werde. Mein Coach sagte mir ich soll es langsam angehen lassen und nicht gleich alles auf einmal essen, weil ich sonst gleich wieder zunehmen werde. Daran habe ich mich gehalten und habe mir nur ab und zu etwas gegönnt. Natürlich die Ersten paar Tage nach dem Wettkampf, habe ich schon auch reingehauen und das hat man auch sofort in meinem Gesicht gesehen. Ich war richtig aufgeschwemmt von diesem ungesunden Zeugs und bemerkte schnell, dass ich nicht "normal" Essen kann. Ich konnte Anfangs nichts bei mir behalten und das hat lange Zeit gedauert bis ich relativ normale Mahlzeiten vertragen habe. Um ehrlich zu sein, ging das ganze ein Jahr lang und ich habe es nicht verstanden warum. Ich habe Tests machen lassen, Laktose Intoleranz, Histamin, usw. weil ich einfach nicht darauf kam was die Ursache, für mein Darm/Magen Beschwerden waren. Ich habe dann lange Zeit auf Milchprodukte und Co. verzichtet und auch schon gewisse Gewürze, Nudeln usw. weggelassen. Das hat aber auch nicht immer funktioniert und mein Körper brauchte tatsächlich über ein Jahr für die Regeneration. Nach einiger Zeit konnte ich endlich wieder ohne bedenken Mahlzeiten zu mir nehmen, ohne jedes Mal aufs Klo rennen zu müssen. Ich habe dann auch immer weniger Fleisch gegessen, da es mir einfach nicht mehr geschmeckt hat.

Wie ich Vegetarierin wurde

Ich habe mich schon immer für die Vegetarische/Vegane Küche interessiert und immer gerne etwas Neues ausprobiert. Vor ungefähr einem Jahr haben mein Freund und ich beschlossen, dass wir mal eine Zeit lang auf Fleisch und Fisch verzichten. Davor hat er fast jeden Tag Fleisch konsumiert, ich hab mir selbst Zuhause keines mehr gekocht und meist vegetarisch gegessen. Wenn wir auswärts essen gegangen sind, habe ich oft Burger und Co. mit Fleisch bestellt. Für mich war es aber absolut keine schwere Entscheidung das Fleisch komplett wegzulassen und ganz im Gegenteil wir kochen seither so lecker und vor allem so frisch. Wir probieren immer wieder neues aus und ich liebe es, wenn mein Essen alle Farben hat. Der Ausschlag gebende Punkt war bei uns eine Dokumentation, die uns wirklich zum Nachdenken angeregt hat. Mein Freund merkte durch die fleischlose Ernährung einen großen Unterschied, ihm ging es im allgemeinen Wohlbefinden besser und ihm geht das Fleisch genauso wenig ab wie mir. Das Einzige was des Öfteren hier bei uns im Ötztal etwas hinderlich ist das wir nicht alle Produkte bekommen, aber irgendwie schaffen wir es dennoch. Wir verzichten auf tierische Produkte aber kaufen keine vegane Wurst oder einen vegangen Aufschnitt, da ich solche Produkte unnötig finde aber jeder wie er möchte. Ich kaufe mein Obst und Gemüse meistens beim Bauernladen und ich bereite alles frisch zu. Ich mochte davor schon keine Fertigprodukte und jetzt schon gar nicht mehr. Wir dachten immer das uns bei einer kalten Mahlzeit die Wurst abgehen würde, aber das kann ich verneinen, da wir soviel leckere Produkte zur Verfügung haben das ich nicht mal an ein Fleisch denke.

Was ist mein Fazit zur vegetarischen Ernährung und meine Erfahrung im Bodybuilding?

Ich fühle mich gut, bin kerngesund und meine Augen strahlen wie nie zuvor. Ich hatte sportlich mehr Erfolg und begann auch fitter zu werden. Allerdings trainiere ich meist Zuhause und nur mehr selten im Fitnessstudio ich nutze jede freie Zeit für meine Yogapraxis. Diese begleitet mich auch schon seit über 3 Jahren und ich lerne jeden Tag aufs neue das Leben, lebenswert zu machen. Ich kann nicht auf Sport verzichten und das ist auch gut so. Mir ist meine Gesundheit unheimlich wichtig und das sollte sie für jeden sein. Im Alter sich dann darüber beschweren das man in den jungen Jahren nichts für sich und seinen Körper getan hat, ist zu spät und bringt nichts mehr.

Ich finde es vollkommen okay, wenn jemand Fleisch ist und ich würde niemals jemanden dafür verurteilen, da ich es selbst jahrelang konsumiert habe. Was ich allerdings sagen muss, ich finde die Massentierhaltung fürchterlich und wenn man Fleisch isst, sollte man zu 100 % wissen, woher dieses kommt und auf eine sehr gute Qualität achten. Billig heißt nicht immer besser, so wie es überall ist und ich finde es sollte einen immer im Klaren Sein was man isst und wie dieses Tier behandelt wurde. Eine gesunde und ausgewogenen Ernährung ist der Grundstein für mehr Wohlbefinden in deinen Leben. Mein Fazit zum Bodybuilding, es war eine tolle Erfahrung, allerdings muss ich sagen das alles, was ins Extreme ist, nicht gut für dich und deine Gesundheit ist. Man sollte seine Grenzen kennen und viel mehr auf den Körper hören, dieser gibt dir ein Zeichen, wenn es zuviel wird. Ich bewerte andere auch nicht mehr nach ihren aussehen und mich kümmert es nicht mehr, ob ich die top Figur habe, oder ab und an auch mal zunehme. Ich finde keiner sollte sich von anderen bewerten lassen, das ist nur eine Belastung für dich und deinen Körper. Eine gesunde, ausgewogenen Ernährung und Sport ist der Grundstein für mehr Wohlbefinden in deinen Leben.

Würde mich wie immer über eure Kommentare und euren Support freuen :)

Wenn man auf seinen Körper achtet, geht es auch deinen Kopf besser!